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17.03.2017, 20:57 Uhr | Werner Fademrecht - NWZ
Schulterschluss nach klarem Sieg
Anne-Marie Glowienka nominiert
Mit einem klaren Sieg für Anne-Marie Glowienka ist die Urwahl des CDU-Kreisverbandes Oldenburg-Land zu Ende gegangen.
Kirchhatten -

Mit einem klaren Sieg für Anne-Marie Glowienka ist die Urwahl des CDU-Kreisverbandes Oldenburg-Land zu Ende gegangen. Die 54-jährige Dötlingerin setzte sich mit 78 Stimmen gegen den Mitbewerber Jens-Peter Hennken (50) aus Wildeshausen durch, für den zwölf der 92 stimmberechtigten Mitglieder im Hotel Zum Deutschen Hause gestimmt hatten. Zwei Wahlberechtigte enthielten sich.

Bereits nach Glowienkas Rede, die die Vorstellungsrunde der Kandidaten am Freitagabend eröffnete, deutete sich akustisch an, wem die Sympathien der Mitglieder zufliegen. Donnernder, langanhaltender Applaus folgte auf ihren elfminütigen Auftritt. Die Unternehmensberaterin mit Schwerpunkt Gesundheit und demografischer Wandel trat selbstbewusst und kämpferisch auf. „Ich möchte für die Menschen, für Niedersachsen und für die CDU die Landtagswahl im Januar 2018 direkt gewinnen“, lautete ihre klare Ansage.

Politik für ländlichen Raum

Glowienka verwies auf ihr langjähriges Engagement auf verschiedenen Ebenen der Partei, ihre Kompetenz in Wirtschaftsfragen – zum Beispiel durch ihre Arbeit im Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderung des Landkreises Oldenburg – , aber auch auf ehrenamtlichem Gebiet wie dem Verein „Wi helpt di“, den sie maßgeblich unterstützt.

Glowienka verspricht, sich besonders dem Wandel im ländlichen Raum zu widmen. „Ich wohne, lebe und arbeite hier.“ Der Landkreis brauche dringend eine starke CDU. Erreichen wolle sie dies durch ein Miteinander der Generationen, bei dem keine Altersgruppe überfordert werden dürfe. Als Basis dafür sieht die Landtagskandidatin einen starken Mittelstand und ein starkes Handwerk. Unterstützen will sie diesen Bereich durch Gegensteuern beim Fachkräftemangel und dem Abbau von Bürokratie.

Politik für den ländlichen Raum zu machen, bedeutet laut Glowienka auch, sich für die Mobilität der Menschen, einen attraktiven ÖPNV, gute Radwege und Straßen einzusetzen. Diese Ziele verfolgen wolle sie, ohne auf ihre weitere Mitarbeit in Kreistag und Gemeinderat zu verzichten, so ihr Versprechen. Die Probleme der Menschen kennen und in der Landespolitik sich für Lösungen einsetzen, das sei ihr Ziel. „Netzwerke knüpfen und mit Menschen ins Gespräch kommen, das kann ich.“

Gegenkandidat Jens-Peter Hennken (50), Bankkaufmann aus Wildeshausen, hatte es schwer. Sein Versuch, zwei Argumente zu entkräften, die in den zurückliegenden Wochen offensichtlich immer wieder parteiintern auftauchten und scheinbar gegen ihn sprechen, verfing nicht. Ja, er wohne nicht direkt im Gebiet des Wahlkreises 64, sondern „800 Meter davon entfernt“, räumte Hennken ein. „In Australien wäre Frau Glowienka dennoch meine direkte Nachbarin.“ Das zweite Argument – Frauen wählten angeblich nur Frauen –, das neben Glowienka auch Astrid Grotelüschen im Vorfeld geäußert haben soll, so Hennken, stimme: „aber nur wenn es um Wahlen bei den Landfrauen geht.“